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EIRICH geht neue Wege mit positivem Rückenwind

Rekord-Auftragseingang und hohe Auslastung • Dank an Jubilare

Auf der zweiten Betriebsversammlung des Jahres standen bei EIRICH einmal mehr die Mitarbeiter im Mittelpunkt. Die Ehrung der Jubilare fand erneut in der Erftalhalle in Hardheim statt. Insgesamt waren zum Ende des Geschäftsjahres 24 Jubilare für 25- bzw. 40 Jahre Betriebszugehörigkeit zu feiern, 20 sehr erfolgreiche Auszubildende und zwei Studenten, die den Bachelor absolvierten.

Hardheims Bürgermeister Volker Rohm überbrachte im Namen des Ministerpräsidenten des Bundeslandes Baden-Württemberg Grüße und Ehrenurkunden für die sechs 40-jährigen Arbeitsjubilare. Er nutzte die Gelegenheit, um der Firma EIRICH für das Engagement am Standort zu danken, aber auch auf die besondere Leistung der Mitarbeiter hinzuweisen. In seiner Ansprache reflektierte er über die Notwendigkeit der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter im Zeichen einer langjährigen Betriebszugehörigkeit. Abschließend überreichte er ein Geschenk der Gemeinde Hardheim.

Für die Unternehmensführung übernahm Ralf Rohmann die Ehrung aller Jubilare sowie die Freisprechung der Auszubildenden. Die enge Verbundenheit zu den Geehrten beschrieb er durch persönliche Anmerkungen über die Grundlagen für eine beidseitige „Zufriedenheit“ zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Für dieses hohe Gut lohne sich die ständige Überprüfung und gemeinsame Arbeit an gemeinsamen Werten in einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt. Dies gerade bei sich rasant ändernden Marktanforderungen, einer Gesellschaft in schneller Transformation und einem Unternehmen EIRICH im Prozess der ständigen Anpassung an neue Herausforderungen. Die hohe Anzahl langjähriger Mitarbeiter scheint den Erfolg dieses Zusammenarbeitens zu unterstreichen, es bedarf jedoch einer ständigen Bemühung um Anpassung der Sichtweisen. Anschließend übernahm Ralf Rohmann die offizielle Freisprechung der erfolgreichen Auszubildenden dieses Jahres. Besonders freute er sich mit ihnen über das sehr gute Abschneiden in den Prüfungen sowie die äußerst positive Resonanz aus der Belegschaft zu den Auszubildenden.

Betriebsratsvorsitzender Michael Klotzbücher und die 2. Vorsitzende des Gremiums, Julia Fischer, übergaben an alle Jubilare ebenfalls ein Geschenk im Namen der Belegschaft. Im Anschluss an die Ehrungen führte Julia Fischer durch das weitere Programm des Tages. Der Betriebsrat ging in seinem Bericht auf die Arbeit der vergangenen 6 Monate ein. Offene und konstruktive Kritik sowie positive Mitarbeit des Betriebsrates stabilisiert die gute Zusammenarbeit im Hause EIRICH. Er stellte einzelne Beispiele vor allem durch verhandelte Betriebsvereinbarungen und neue gemeinsame Projekte für die Mitarbeiter im Rahmen seines Berichtes dar.

Im Bericht der Geschäftsführung erhielt die Belegschaft in der vollbesetzten Erftalhalle einen fundierten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung und die strategischen Antworten der Unternehmensführung auf die Herausforderungen der nächsten Jahre. Thomas Bergen sowie Hubert Sajonz aus der Geschäftsleitung präsentierten ein Unternehmen, das sich im zweiten Jahr in Folge mit einem Rekord Auftragseingang beschäftigen kann. Im Geschäftsjahr 2019 wird die EIRICH Gruppe einen Umsatz in gestiegener Höhe von knapp 180 Mio. Euro realisieren. Davon entfallen auf EIRICH in Hardheim knapp 97 Mio. Euro. Es herrscht große Freude über den sehr guten Auftragseingang – 60 % der angestrebten Aufträge für 2020 sind bereits in den Büchern. Mindestens bis zur kommenden Jahresmitte wird EIRICH auf konstant hohem Niveau ausgelastet sein. Es folgte ein kurzer Überblick über besondere Aufträge des Jahres. Dies waren viele Maschinen und Anlagen für verschiedene Anwendungen in der Metallurgie sowie auch komplexere Anlagen für die Beton- und Feuerfestindustrie, gefolgt von mehreren Großmaschinen für Bodenverbesserer. Erfreulicherweise auch eine sehr große schlüsselfertige EVACTHERM® Formsandaufbereitung für einen großen Nutzfahrzeughersteller in Schweden.

Diese positive Auftragssituation birgt aber auch viele Herausforderungen im Unternehmen. Preissteigerungen bei Material, notwendige Fremdvergabe durch die hohe Auftragslast und Terminverschiebungen seitens Lieferanten aber auch Kunden fordern die Mannschaft täglich. Der Geschäftsklima-Index des IFO-Instituts, aber auch alle anderen Wirtschaftsverbände gehen für die bevorstehenden Jahre 2020 und 2021 tendenziell von einer negativen Entwicklung aus. Dazu werden digitale Transformation und Anpassung an die „schrumpfenden“ Märkte durch den Technologiewandel im Automobilbereich zu großen Herausforderungen. Das Unternehmen hat bereits erste Antworten gegeben, neben der Neuentwicklung eines Produktprogrammes für die Nahrungs-, Genussmittel- und Pharmaindustrie verstärkt EIRICH den Eintritt in die Zukunftsbranche der Li-Ionen-Batterien sowie Angebote rund um das Thema Digitalisierung.

Antworten auf die Frage der strategischen Ausrichtung der gesamten EIRICH Gruppe bis 2025 konnte anschließend Stephan Eirich den Mitarbeitern vorstellen. Die Herausforderungen sind durchaus hoch und werden die Gruppe in allen Bereichen fordern. Das Produktmanagement wird internationalisiert, alle weltweiten Produktionsstandorte werden umgebaut. Es findet eine deutliche Fokussierung im gesamten Produktprogramm statt, während auch internationale Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten an den Zielbranchen ausgerichtet werden. Dies führt in den nächsten Jahren zu stärkerer Ertragsorientierung, innerhalb der Gruppe zu mehr Flexibilität und Wachstumschancen. Die Vertriebsstandorte international werden gestärkt und der Service weiter in den Regionen verankert.

Die neue Ausrichtung wird Schritt für Schritt bis ins Jahr 2025 mit einem entsprechenden Investitionsvolumen getrieben und in der EIRICH Gruppe umgesetzt. Die Standardisierung von Produkten und vor allem von Prozessen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt Hauptaugenmerk der kommenden Jahre. Dabei spielt die Internationalität eine wesentliche Rolle, denn EIRICH braucht eine hohe regionale Präsenz außerhalb Deutschlands - auch in der Produktion.

Mit Spannung erwartete die Belegschaft das Ergebnis des internen Mitarbeiterprojektes „EBENE A“. Personalchef Kevin Mechler präsentierte die Auswertungen und Umfrageresultate, an denen im vergangenen Halbjahr knapp 80 % der Belegschaft durch Interviews und Umfragen zu „Ihrem“ Unternehmen teilgenommen haben.

Im nächsten Tagesordnungspunkt präsentierte der I. Bevollmächtigte der IG Metall Tauberbischofsheim, Gerd Koch, den Bericht der Verwaltungsstelle. Er stellte einen Film über den Gewerkschaftstag vor und beschrieb in seinen Ausführungen die kommende Wahlperiode. Gerd Koch ging ebenfalls auf die Hintergründe und Auswirkungen der anstehenden Tarifrunde 2020 ein und schloss seinen Bericht mit einer Stellungnahme zu unterschiedlichen Themen der Gewerkschaftsarbeit in Zeiten der Digitalisierung.

Zum Abschluss des Tagesprogramms nahm Manuel Difloé, Leiter Qualitätsmanagement, ein weiteres wichtiges Projekt „Von Mitarbeitern für Mitarbeiter“ auf die Agenda. Das Team möchte zur verbesserten Ideenfindung und konsequenten Umsetzung im Unternehmen alle Mitarbeiter motivieren und stellte die angedachte Vorgehensweise der Belegschaft vor.

Der Tag endete mit einer Feier und gemeinsamen Abendessen aller Jubilare, freigesprochenen DHBW-Studenten und Auszubildenden auf Einladung der Geschäftsführung und der Gesellschafter.