08.03.2018

EIRICH auf der Ceramitec 2018: Kostensparende Aufbereitung von Schlickern im Fokus

Mit dem EIRICH-MixSolver lassen sich Schlicker schnell und energiesparend aufbereiten
Mit dem EIRICH-MixSolver lassen sich Schlicker schnell und energiesparend aufbereiten

Die Energiekosten steigen stetig. EIRICH hat sich zum Ziel gesetzt, der Keramischen Industrie Aufbereitungswege aufzuzeigen, mit denen Anwender Energie sparen und wirtschaftlicher produzieren können, um sich so im internationalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen. Mit EIRICH-Technik lassen sich Aufbereitungszeiten drastisch reduzieren und bis zu 50% Energie einsparen.

Schwerpunkt der EIRICH-Präsentation auf der diesjährigen Ceramitec ist die kostengünstige Schlickerherstellung im EIRICH-Dispergiermischer, dem sogenannten MixSolver®. Damit werden insbesondere die Hersteller von Sanitärkeramik angesprochen. Der MixSolver® bringt jedoch auch Vorteile für die Aufbereitung von Sprühschlicker, z.B. für die Hersteller von Wand- und Bodenfliesen sowie von Technischer Keramik.

Für die Sanitärkeramik spielt die Schlickerqualität beim Schlickerguss oder bei der Druckfiltration eine entscheidende Rolle. Zur Schlickeraufbereitung aus Tonen und Hartstoffen sind ein- und mehrstufige Verfahren üblich. Die einstufigen arbeiten mit Kugelmühlen. Bei den mehrstufigen Verfahren werden zunächst die tonigen Rohstoffe in Rührbehältern dispergiert, und dann die Hartstoffe zugegeben. Beide Verfahren sind - bedingt durch niedrigen Leistungseintrag - durch lange Prozesszeiten gekennzeichnet. Hier ergeben sich deutliche Vorteile durch Einsatz eines MixSolvers®.

Dispergieren mit dem MixSolver® reduziert Aufbereitungszeiten deutlich

Die Aufbereitung im MixSolver® erfolgt über die plastische Phase; durch den wesentlich höheren Leistungseintrag lassen sich die Aufbereitungszeiten drastisch reduzieren, bis in Bereiche unter 30 Minuten. Die resultierende Energieeinsparung kann, verglichen mit Rührer oder Kugelmühle, bis 50 % betragen. Aufgrund der langen Prozesszeiten bei der Rührer- oder Kugelmühlenaufbereitung müssen mehrere dieser Aggregate nebeneinander betrieben werden, um die Produktion ausreichend zu versorgen. Die schnellere EIRICH-Technik bringt hier deutliche Vereinfachungen mit weniger Aggregaten und entsprechend weniger Aufwand beim Service bzw. bei der Instandhaltung.

Im MixSolver® aufbereitete Schlicker unmittelbar verarbeitbar

Zudem haben Untersuchungen der Hochschule Koblenz, WesterWaldCampus, ergeben, dass im MixSolver® aufbereitete Massen keiner Alterung unterliegen. Dies ist bei der üblichen Aufbereitung mit Rührtechnik der Fall, wo sich die Rheologie bei Sanitärdruckgussschlicker bis zu fünf Tage lang ändert. Mit der Aufbereitung im MixSolver® ändert sich die Rheologie hingegen nicht mehr, weil die Tonminerale vollständig delaminiert werden. Durch Kundenversuche ist belegt, dass im MixSolver® aufbereiteter Sanitärschlicker unmittelbar nach der Herstellung verarbeitet werden kann. Die Zeitersparnis bringt eine höhere Produktivität des Gesamtprozesses. Darüber hinaus ist eine gezielte Aufbereitung spezieller Massen neben der Standardmasse möglich. Dies führt zu einer flexibleren Nutzung der Anlagen.

Trockenaufbereitung mit dem EcoPrep®-Verfahren spart bis zu 60% Energie

Besonders für die Hersteller keramischer Fliesen ist das von EIRICH erfolgreich am Markt eingeführte EcoPrep®-Verfahren interessant, mit dem Pressgranulat auf dem Wege der Aufbauagglomeration besonders wirtschaftlich erzeugt wird. Mittels Kornstandardisierung werden Ausbeuten von nahezu 100 % der Sollkörnung erreicht. Das hinsichtlich der Fließfähigkeit mit Sprühkorn vergleichbare Granulat ist (im Gegensatz zu mit Wetting-Methoden hergestellten Massen) auch für die Produktion großformatiger Fliesen (z. B. 800 x 800 mm) geeignet. Die Einsparungen (bis zu 60 % weniger Energie, bis zu 80 % weniger Wasser und bis zu 100 % weniger Additive) sind beträchtlich.

Kompetente Beratung für alle Arten von Massen und Konsistenzen

Auch die Interessenten aus allen anderen Bereichen der Keramischen Industrie finden bei EIRICH kompetente Beratung, für Mischen, Pelletieren, Granulieren, Kneten, Trocknen sowie Feinmahlen, ebenso wie für die Aufbereitung von Massen für Trockenpressen, Feuchtpressen, isostatisches Pressen, Extrudieren, Spritzgießen, Schlickerguss und Foliengießen.

Das mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten einzigartige Arbeitsprinzip des EIRICH-Mischers gestattet die Verarbeitung aller in der Keramischen Industrie auftretenden Konsistenzen, von pulverig bis zähplastisch oder flüssig. Oft können mehrere Aufbereitungsschritte in ein einziges Aggregat verlegt werden. Um dieses in Versuchen zu erproben, stehen im EIRICH-Technikum in Hardheim Mischer vom Labor- bis zum Produktionsmaßstab zur Verfügung. Verfahrenstechniker von EIRICH können dort und an vielen weiteren Unternehmensstandorten Versuche mit Kundenmaterial durchführen.

Referenzen in vielen Bereichen der Keramischen Industrie

Die Vorteile dieser Technik, die abgestuft in Baugrößen von 1 Liter bis 12.000 Liter zur Verfügung steht, werden heute in einer Vielzahl von Teilbereichen der Keramischen Industrie genutzt, von A wie Anodenmassen (Kohlenstoffmassen) - über Blähton, Brennhilfsmittel, Dentalkeramik, Elektroporzellan, Ferrit, Feuerfeste Werkstoffe, Feuerfestrohstoffe, Granulate für additive Fertigung, Hartmetall, Katalysatoren, keramische Proppants, Mahlkugeln, Porzellan, Sanitärkeramik, Schleifmittel und Schleifwerkzeuge, Steinzeug, Streichpigmente für die Papierherstellung, Technische Keramik – bis Z wie Ziegel. In einigen Branchen ist der EIRICH-Mischer weltweit bereits der Standard – kein anderes Aggregat kann harte Einsatzstoffe wie Korund oder Siliziumcarbid ohne größeren Verschleiß verarbeiten.

Für anspruchsvolle Anwendungen: EvacMix®, Ex-Schutz, Heißmischen & Co.

Für die Keramische Industrie ebenfalls interessant ist die die EvacMix®-„Vakuum-Mischtechnik“, die es erlaubt, wasser- oder lösungsmittelhaltige Mischungen im Mischer / Kneter zurück zu trocknen, auch unter Ex-Schutz. Mehrere Anlagen laufen hier in der Pulvermetallurgie und ersparen dort den Einsatz eines Sprühturms. Weiterhin von Interesse sind moderne Mischer-Beheizungsmethoden zum Warm- oder Heißmischen, mit Temperaturen bis zu 250 °C. Insbesondere für die Hersteller von Kohlenstoff- und Feuerfest-Erzeugnissen, welche mit Harzlösungen arbeiten, bringt dies Vorteile. Oft kann lösungsmittelarm oder sogar lösungsmittelfrei (mit Harzschmelzen) gearbeitet werden, was neue Produktlinien mit geringerer Porosität ermöglicht.

Steuerungslösungen von EIRICH: Qualität sichern, Produktivität erhöhen und Leistung steigern

Der hauseigene Steuerungsbau sowie eine kundenbezogene Programmentwicklung machen es EIRICH möglich, fortschrittliche Maschinen- und Anlagensteuerungen mit moderner Überwachungstechnik für Produkt und Maschine anzubieten. Für Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 sind besonders Teleservice sowie Systeme zur Qualitäts- und Online-Zustandsüberwachung interessant, die auch als Basis für das Erkennen von Optimierungspotenzialen des Gesamtsystems genutzt werden.

Die Ceramitec 2018 – die größte internationale Messe für Maschinen, Geräte, Anlagen, Verfahren und Rohstoffe für die Keramik und die Pulvermetallurgie - läuft vom 10.-13. April 2018 in München. Der Stand von EIRICH befindet sich in Halle B6, Stand 201/302.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: Alban Bunjaku, E-Mail: alban.bunjaku@eirich.de