21.04.2017

EIRICH-Granuliertechnik punktet bei der Aufbereitung von MVA-Flugaschen

Reststoffe aus der Müllverbrennung sind heute Teil einer modernen Rohstoffwirtschaft. Schlacken werden als Baustoffersatz im Tiefbau eingesetzt, Gips wird in der Baustoffindustrie verwertet und Filterstäube als Versatzmaterial im Bergbau genutzt. Die Reststoffe müssen dazu entsprechend konditioniert werden. Bei Versatzmaterial muss ein möglichst dichtes und staubarmes Granulat erzeugt werden. Hier erweist sich regelmäßig die Technik von EIRICH als äußerst vorteilhaft.

Filterstäube werden heute überwiegend im Untertageversatz, z.B. in Salzbergwerken, verwertet. Die Verfüllung von Hohlräumen in stillgelegten Bergwerksabschnitten sorgt für langfristige Stabilität und hilft damit, Bergsenkungen zu vermeiden. Diese stoffliche Verwertung der Aschen und konditionierten Stäube sorgt zudem für einen dauerhaften Abschluss von der Biosphäre und verhindert das Eindringen von Schadstoffen in das Ökosystem. Um eine langfristige Stabilisierung des geomechanischen Systems sicherzustellen, bestehen hohe Anforderungen an die Versatzstoffe. Zur Verwendung als Versatzmaterial müssen die staubförmigen Aschen in ein möglichst staubarmes Granulat überführt werden.

Die Aufgabe, Stäube zu befeuchten und zu agglomerieren und damit als Schüttgut handhabbar zu machen, fällt in vielen Branchen an. Entsprechend bieten auch Hersteller von Pflugscharmischern, Einwellenmischern oder Doppelwellenmischern ihre Aggregate dafür an. Bei Versatzmaterial bestehen jedoch zusätzliche Anforderungen. Um eine möglichst hohe Raumausnutzung bei der untertägigen Endlagerung zu erzielen, muss das Granulat so dicht wie möglich sein und eine hohe Schüttdichte aufweisen, ohne eine größere Menge an Feuchte zu enthalten. Hier zeigt systembedingt die Misch- und Granuliertechnik von EIRICH Vorteile.

Der zum Befeuchten und Granulieren im Chargen- oder Konti-Prozess eingesetzte
EIRICH-Mischer unterscheidet sich von anderen Mischaggregaten wesentlich. In Baugrößen von 1 bis 3.000 Liter ist nur ein bewegtes Werkzeug notwendig, der sogenannte Wirbler; Maschinen bis 5.000 Liter Nutzvolumen sind mit zwei Wirblern ausgestattet, Mischer mit 12.000 Litern mit drei Wirblern. Schnelllaufende verschleißintensive Messerköpfe sind überflüssig. Der Wirbler kann – je nach Aufgabenstellung – mit Werkzeuggeschwindigkeiten bis zu 30 m/s laufen. Damit ist es möglich, hohe Scherkräfte zu erzeugen und Flüssigkeiten schnell zu verteilen. In der Folge kann ein feuchtearmes, gleichmäßiges Granulat hergestellt werden. Dies ist der Grund, weshalb sich Anwender am Ende immer wieder für die Aufbereitungstechnik von EIRICH entscheiden. Dazu kommt, dass durch Variation von Werkzeug und Geschwindigkeit das Kornband in großem Umfang beeinflusst werden kann; je nach Material und Kundenanforderung sind Granulate mit d50 von unter 100 µm bis 7 mm möglich.

EIRICH kann auch bei Müllverbrennungsanlagen auf eine lange Erfahrung zurückgreifen. So wurden bereits vor 1990 komplette Agglomerieranlagen mit Leistungen von z. B. 10 t Staub/d gebaut. Die jeweils optimalen Bedingungen für den Granulierprozess können im Technikum in Hardheim sowie an den Standorten der EIRICH-Gruppe weltweit aufgefunden werden.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: Uwe Schnitzler, E-Mail: uwe.schnitzler@eirich.de