31.03.2017

Produktionsanlagen für Feuerbetone weiter im Trend

Feuerbetone sind, ebenso wie andere „Ungeformte Produkte“ wie Rammmassen oder Plastische Massen, seit Jahrzehnten im Aufwind, während die Produktion „Geformter Produkte“ (im Wesentlichen Feuerfeste Steine) anteilsmäßig zurückgeht. Die bestehenden Fertigungskapazitäten für Feuerbetone reichen oft nicht mehr aus. Entsprechend müssen Anlagen erweitert oder neue Fertigungsanlagen errichtet werden. Um qualitativ hochwertige Produkte herstellen zu können, nutzen Unternehmen oft die best-verfügbare Technik: die Mischtechnik von EIRICH.                                                               

Fertigungsanlagen für Feuerbetone sind vom Aufbau her identisch mit Fertigungsanlagen für Werk-Trockenmörtel. Anlagen und Mischer zur Herstellung von Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel und Fliesenkleber werden weltweit von einer Vielzahl von Herstellern angeboten. Dabei ist EIRICH das Unternehmen, welches am längsten auf dem Markt ist: bereits 1906 wurden Mischer für die Putzherstellung geliefert.

Die Mischanlage ist das qualitätsbestimmende Herzstück. Für eine Rezeptur müssen bis zu 20 verschiedene Zuschlagstoffe, Bindemittel und Zusatzstoffe (bis in den ppm-Bereich) optimal vermischt werden. Bei Trockenmörteln stellen insbesondere Feinststoffe wie Pigmente, Leichtzuschläge und Kunststofffasern hohe Anforderungen an die Mischtechnik; bei Feuerbetonen sind es ebenso Feinststoffe und Leichtzuschläge sowie Kunststoff- oder Metallfasern.

Im Wesentlichen kommen weltweit zwei Mischsysteme zum Einsatz, die meist im Chargenprozess arbeiten. Das eine System ist der Einwellenaxialmischer, auch Pflugscharmischer genannt oder von dessen Arbeitsprinzip abgeleitet, laufend im Froudezahlbereich < 10. Das andere System ist der EIRICH-Intensivmischer. Die Froudezahl, die das Verhältnis der Einwirkung von Zentrifugal- zu Schwerkräften im Mischprozess beschreibt, kann hier je nach Anforderung ein Vielfaches des Pflugscharmischers betragen.

Neben dem mechanischen Vermischen der Bestandteile sind der Aufschluss von Feinanteilen, das Desagglomerieren, sowie das Vereinzeln von Fasern von entscheidender Bedeutung. Einwellenmischer sind dazu mit zusätzlichen Messerköpfen ausgestattet, die mit Geschwindigkeiten bis 3.000 Upm betrieben werden. EIRICH-Mischer hingegen brauchen systembedingt keine Messerköpfe, der Aufschluss von Feinanteilen und die Verteilung von Fasern wird dank der hohen Froudezahlen durch das Mischwerkzeug bewerkstelligt.

Um den hohen Qualitätsansprüchen und der Vielzahl der eingesetzten Groß- und Kleinkomponenten gerecht zu werden, sind Produktionsanlagen für Feuerbetone heute weitestgehend automatisiert. Oft sind es mehr als 100 Komponenten, die über Waagen dosiert werden, zum Teil mit Genauigkeiten von +/- 5 g.

Weitere systembedingte Vorteile der EIRICH-Mischtechnik für Hersteller von Feuerbetonen sind: Der Wirkungsgrad des Mischers ist nicht von der Anordnung der Komponentenzugaben abhängig; Flüssigkeiten wie z. b. Staubbindeöle müssen nicht eingedüst, sondern können oft einfach zugeschüttet werden; das Werkzeug zeigt weniger Verschleiß, womit sich eine überdurchschnittlich hohe Betriebssicherheit und damit Anlagenverfügbarkeit ergibt.

Neben schlüsselfertigen Anlagen liefert EIRICH auch Mischer zur Optimierung bestehender Anlagen oder für Neuanlagen anderer Anlagenbauer. Dabei werden individuelle Wünsche umgesetzt. So war es z.B. in mehreren Fällen Vorgabe, dass in dem gleichen Mischer, der Feuerbetone mischt, auch Steinpressmassen und Rammmassen aufbereitet werden können – kein Problem für EIRICH.

Auch 2016 gab es wieder mehrere Feuerfesthersteller, welche EIRICH den Auftrag für das Engineering und die Lieferung der wichtigsten Teile einer neuen Anlage (Mischer, Dosiertechnik, Waagen, Steuerung) erteilten. In allen Fällen gingen der Auftragsvergabe Versuche in einem der Technika voraus, die Interessierten an allen EIRICH-Standorten weltweit zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: Stefan Vucic, E-Mail: stefan.vucic@eirich.de